Selbstverständnis

Das Thema Flucht und Migration fordert uns als Engagierte in kirchlichen wie in sozialen und politischen Gruppen. Dabei ist für uns als Christinnen und Christen das Kirchenasyl im Einzelfall sinnvoll und notwendig,

„wenn die Abschiebung oder Überstellung [von Geflüchteten] in ein anderes Land voraussichtlich eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit der betroffenen Personen oder eine Verletzung ihrer Menschenwürde und Menschenrechte darstellen würde“
Evang. Kirchen in Westfalen (Hg.): Wenn ein Fremdling bei euch wohnt.. (Lev 19,33 ff.)

Zugleich wirft jeder Einzelfall die Frage auf, ob die asylpolitische Praxis mit menschenrechtlichen Standards vereinbar ist. Damit wird Kirchenasyl immer auch ein politisches Mittel, um die strukturellen Rahmenbedingungen dieser Praxis zu thematisieren.

Das Netzwerk Kirchenasyl Münster versteht sich unabhängig von den verfassten kirchlichen Strukturen, arbeitet aber auf verschiedenen Ebenen mit kirchlichen wie außerkirchlichen Institutionen zusammen. Im Netzwerk sind das Bündnis gegen Abschiebungen, das Institut für Theologie und Politik, die GGUA, Hauptamtliche aus der evangelischen und der katholischen Kirche sowie Engagierte, die teilweise seit vielen Jahren im Bereich Flucht und Migration arbeiten und über breite Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen.

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